Industrie begrüßt Ergebnisse des Forschungsdialogs
Wien: Die Industrie begrüßt die von Wissenschaftsminister Johannes Hahn im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche vorgestellten neun Zukunftsbotschaften als Ergebnis des einjährigen Forschungsdialogs. „Die aus der Fülle an Diskussionsbeiträgen entwickelten ‚Zukunftsbotschaften’ decken ein breites Feld von der Grundlagenforschung bis hin zum zentralen Punkt der industriellen Anwendung ab. Positiv ist, dass wesentliche Themen wie Humanressourcen und Internationalität in den Fokus gerückt werden. An diesen Schwerpunkten müssen wir noch intensiver weiterarbeiten“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer gestern.
Die angeführten Themenfelder seien wesentliche Anknüpfungspunkte, „um Österreichs weiteren Aufstieg ins europäische und internationale Spitzenfeld zu unterstützen. Die Industrie fordert seit 2006 eine Frontrunning-Strategie zur im internationalen Wettbewerb notwendigen Stärkung des Standortes. Wir begrüßen daher, dass diese Idee nun von der Politik aufgegriffen wird“, so Beyrer. Die „Zukunftsbotschaften“ seien vor dem Hintergrund „ein ausgezeichnetes Programm“, auf Basis dessen eine neue Bundesregierung bis Mitte 2009 eine umfassende Innovationsstrategie erarbeiten solle. Diese müsse alle Bereiche der Innovationspolitik abdecken und den besonderen Anliegen einer international agierenden forschungsintensiven Industrie Rechnung tragen, betonte der IV-Generalsekretär.
Beyrer verwies darauf, dass sich wesentliche Forderungen der IV-Strategiepapiere „Hochschule NEU“ und „Menschen schaffen Zukunft“ in den nunmehrigen Vorschlägen des Wissenschaftsministers wiederfinden. Aus Sicht der Industrie sollten diese Inhalte der Zukunftsbotschaften daher jedenfalls in ein neues Regierungsprogramm einfließen.
Als „gutes Signal“ bewertet die Industrie weiters die gestrigen Aussagen von Infrastrukturminister Werner Faymann, wonach die indirekte Forschungsförderung beibehalten werden soll. „Diese ist ein wichtiges Instrument zur Stärkung des Standortes. Daher hat sich die Industrie stets für einen weiteren Ausbau der indirekten Forschungsförderung eingesetzt“, so der IV-Generalsekretär. „Viel genauere Programme“ zur Ermöglichung von Spitzenleistungen seien grundsätzlich zu begrüßen. Dies dürfe aber selbstverständlich nicht zu Lasten der budgetären Ausstattung erfolgen. Dabei sollte insbesondere die anwendungsorientierte Forschung in Unternehmen mit ihrer hohen Hebelwirkung weiter gestärkt werden.



