Robotics Day 2008 mit neuesten Techniken der Mechatronik/Robotik
Wien: Bereits zum dritten Mal findet heuer am 29. & 30. Mai der Robotics Day an der FH Technikum Wien statt. An zwei Tagen werden theoretische und praktische Arbeiten des Studienganges Mechatronik/Robotik der FH Technikum Wien ausgestellt und präsentiert. Mit beispielhaften Projektpräsentationen, verschiedenen Workshops zu den Themen Robotik, Mechatronik, Elektronik am Auto und Chemie/Zellkultur sowie aktuellen Vorträgen bietet der Robotics Day 2008 einen umfassenden Überblick über die Leistungen der Studierenden und den Studiengang Mechatronik/Robotik. Vor allem Schulklassen nutzen die Gelegenheit, im Rahmen einer kompakten Führung die faszinierende Welt der Robotertechnik kennen zu lernen und live zu erleben.
Während des Robotics Day steht die FH Technikum Wien ganz im Zeichen der Mechatronik/Robotik: In der Aula der FH Technikum Wien präsentieren sich Firmenpartner, die mit dem Studiengang gemeinsam an Projekten arbeiten, wie z.B. die ABB AG, die EEP Maschinenbau GmbH, die ATV GmbH und die Honda Austria GmbH. Ebenfalls in der Aula ist ein Projekt der Glas-Künstlerin Renate Korinek ausgestellt: Gemeinsam mit dem Studiengang Mechatronik/Robotik wird ihr Kunstprojekt Glas-Mensch in Bewegung versetzt.
Im ersten Stock der Fachhochschule und in den Roboterlabors werden zahlreiche Projekte des Studienganges präsentiert – einerseits werden sie von den Studierenden selbst vorgestellt, andererseits werden 18 ausgewählte Projektarbeiten in Form von Posterpräsentationen gezeigt. Es handelt sich dabei um theoretische Projekte/Bachelorarbeiten ebenso wie um Projektarbeiten, die bereits in die Praxis umgesetzt sind. Zu sehen sind Projektarbeiten aus den Bereichen Produktionstechnik, Mobile Robotik, Automatisierung im Wohn- und Lebensbereich und Life Cycle Design. „Die ausgewählten Projekte geben einen umfassenden und guten Überblick über den aktuellen Stand der Technologie im Bereich Mechatronik/Robotik. Und sie zeigen die beachtliche Bandbreite an Bereichen, in der Robotertechnik heute bereits zum Einsatz kommt bzw. in Zukunft verstärkt eingesetzt werden wird,“ so FH-Prof. DI Viktorio Malisa, Leiter des Instituts für Mechatronics sowie Studiengangsleiter Mechatronik/Robotik.
Ein Querschnitt durch die vorgestellten Projekte illustriert diese beachtliche Bandbreite: Zu den Highlights aus dem Bereich der in der Produktion eingesetzten Automatisierungstechnik zählt das Strahlschleifen von Glas und Metall durch einen Roboter, sowie der Mosaik-Roboter Adept, der anhand eines vordefinierten Computerbildes mit Steinen ein Mosaik legt.
Kreativ zeigt sich auch die Mobile Robotik: Die Glas-Menschen der international renommierten Künstlerin Renate Korinek werden mit Hilfe einer mobilen Trägerkonstruktion, die von den StudentInnen der Mechatronik/Robotik gebaut wird, beweglich. Ziel des Projektes ist es, mehrere bewegliche Glas-Menschen gemeinsam in einer choreografierten Performance auftreten zu lassen. Neben der Kunst kann auch der Pflegebereich von mobilen Robotern profitieren, wie z.B. durch ein halbautonomes mobiles Fahrzeug, mit dem sich gehbehinderte Personen im Freien eigenständig bewegen können.
Die Automatisierungstechnik bietet neben den mobilen Robotern noch weitere Möglichkeiten das Leben im alltäglichen Wohn- und Lebensbereich zu erleichtern. So untersucht ein Projekt in diesem Bereich die Anwendung eines vollautomatisierten Küchenelementes, das Obst und Gemüse wäscht, schält und schneidet.
In all diesen Bereichen spielt verstärkt ein neues, wichtiges Thema der Mechatronik/Robotik an der FH Technikum Wien eine Rolle – das Life Cycle Design. Dabei geht es um nachhaltige Produktentwicklung, die heute bereits Aspekte wie Rohstoffknappheit oder Klimawandel mitberücksichtigt. Auch dazu werden Projekte gezeigt, die sich inhaltlich mit der Energiebilanzierung des Lebenszyklus eines Industrieroboters ebenso befassen wie mit der umweltgerechten Gestaltung von Automatisierungsanlagen.
Der sechssemestrige Bachelorstudiengang Mechatronik/Robotik integriert die klassischen Ingenieurdisziplinen Maschinenbau, Elektronik und Informatik und verbindet sie durch einen Systemgedanken. Daraus entstehen Produkte von hoher Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Schon sehr früh werden Studierende in aktuelle Projekte mit Kooperationspartnern aus der Industrie eingebunden und lernen dementsprechend praxisorientiert. Neben der technisch-fachlichen Spezialisierung wird an der FH Technikum Wien auch Wert auf übergeordnete Zusammenhänge und Kompetenz in wirtschaftlichen Fächern, Sprachen und Persönlichkeitsbildung gelegt. Im Bachelorstudiengang stehen 60 Studienplätze zur Verfügung. Im ergänzenden Masterstudium, das ab Herbst 2008 erstmals auch berufsbegleitend angeboten wird, werden 45 Studienplätze angeboten.
Bilder: Patrizia Gapp



