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Rundvibratoren jetzt auch mit zwei Schwingweiten erhältlich

verfasst von HorstRasner am 2008-05-27 09:01:03, zu Kategorie: Produktion
Haan: Höhere Produktivität, mehr Wirtschaftlichkeit und bestmögliche Bearbeitungsqualitäten streben nahezu alle Fertigungsbetriebe an. Mitunter stehen diesem existenziellen Rentabilitätsgrundsatz jedoch verfahrens- und/oder prozesstechnische Hemmnisse im Weg. So auch bei der Oberflächenbearbeitung von hochwertigen Wendeschneidplatten aus Sintermetallen für  Dreh- und Fräswerkzeuge. Die bearbeitungsdiffizilen und bereits bei der Fertigung kostenintensiven Kleinteile erfordern absolute Sensibilität innerhalb der Produktionstechnik.

International beklagten Hersteller dennoch verfahrenstypische Ausschussquoten zwischen 20 und 30 % pro Charge. "Ein ökonomisch nicht mehr akzeptierbarer Zustand", meinte ein österreichischer Fachbetrieb und erprobte zusammen mit Spezialisten von Walther Trowal eine technologische Innovation – speziell zur elementaren Kantenverrundung durch Vibrationsgleitschleifen.


Das weltweit alle Praktiker überraschende Ergebnis vorweggenommen: Die Fehlteile konnte auf weit unter 1 % minimiert werden. Zwei bisher in verschiedenen Gleitschleifanlagen durchgeführte Prozessschritte sind jetzt in einem Rundvibrator konzentriert. Und für den Anwendermarkt sowie für viele Lohnbetriebe von Interesse: Sofern die Randbedingungen 'stimmen', ist die neue Systemtechnik sogar in bestehende Anlagen nachzurüsten.


Eine konstruktiv 'geniale Idee' und der modularisierte Maschinenbau von Walther Trowal machen es möglich: Durch frequenzgeregelte Drehrichtungsumkehr, Mini-SPS sowie verstellbare Unwuchterzeuger lassen sich in einer Gleitschleifmaschine zwei definierbare Schwingweiten zwischen 1 und 10 mm erzeugen.  Für die Sinterteilbearbeitung bedeutet diese Weltpremiere: Mehr Produktivität durch innovative Prozesstechnik. Aus ihr resultieren Leistungssteigerung trotz werkstückschonender Zweistufenbearbeitung sowie Kostenreduktion durch Verfahrensoptimierung und minimierte Nebenzeiten.


In der ersten Schwingstufe erfolgt die Kantenbrechung durch sensiblen Feinschliff. Die zweite Schwingstufe erzeugt – nach Drehrichtungsumkehr - die gewünschten Kantenverrundungen über aggressivere Frequenzen bzw. Schwingverhältnisse. Gesamtzeitaufwand für die Kantenverrundung von bis zu 10.000 Werkstücken je nach Maschinenvolumen dieser Art ca. 4 bis 6 Stunden. Kein zwischenzeitliches Umrüsten, kein Maschinen- oder Chargenwechsel, kein Austausch der Schleifkörper bzw. des Compounds erforderlich. Die Teile dürfen sich nicht gegenseitig  beschädigen, deshalb wird konzeptionell auf Rampen- und Separierklappen im ringförmigen Arbeitsbehälter verzichtet. Der Behälter ist PU-beschichtet. Beschickung und Komplettaustrag erfolgen zur Werkstückschonung mit manuellem Handling. Die Separierung wird über speziellen Behälterauslauf auf eine externe Vibrationsrinne und angepassten Magnetabscheider vorgenommen. Ein Hebekippgerät führt die Schleifkörper wieder in den Arbeitsbehälter zurück.


Aktuell basiert das modulare Maschinensystem der CM-Rundvibratorenbaureihe auf 6 Grundmodellen mit Behältervolumina von 110 bis 1.000 Liter. Sonderausführungen für andere Werkstücke und Bearbeitungsziele (wie zum Beispiel erst aggressiv 'Schruppen', dann 'Schlichten oder Polieren' ohne Verfahrensmittelwechsel in einer Anlage) sind zurzeit in der Praxiserprobung.


www.walther-trowal.de 


 


Bild: Walther Trowal


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