Haas und Kuka zeigten Automationslösung auf der METAV
Düsseldorf: Wie bereits auf der EMO in Hannover 2007 gezeigt, bietet Haas Automation, die „Robot Ready“ - Option an, d. h., es gibt von Seiten Haas Automation eine standardisierte Schnittstelle zu Industrierobotern. Als konsequente Folge zeigte Haas Automation auf der METAV 2008 in Düsseldorf die CNC Drehmaschine SL20 mit einem KUKA Roboter. Bis auf die Schnittstellenkarte war die SL20 eine Standard-Maschine, wie sie schon 100-fach verkauft wurde. D. h., bestehende Anlagen bei Kunden müssen nur mit der Schnittstellenkarte nachgerüstet werden, um sie für eine Automatisierung mit einem Kuka Roboter fit zu machen. Selbst Maschinen ohne automatisierte Tür können problemlos mit einem Roboter ausgestattet werden, da dieser auch zum Öffnen der Tür eingesetzt werden kann. Dies spart die Kosten für eine automatisierte Tür und vereinfacht das Nachrüsten.
Bei der auf der METAV gezeigten Applikation war der Roboter mit einem Doppelgreifer ausgestattet, um einen schnellen Werkstückwechsel zu zeigen. Ein Rohteil wird in die Maschine geladen und nach dem Schließen der Tür und der Übertragung des Startbefehls an die Maschinensteuerung, wird sofort das nächste Rohteil aus der Palette geholt. Ist das erste Rohteil einseitig bearbeitet, wird es aus der Aufnahme entnommen, der Greifer gewendet und sofort das nächste Rohteil eingelegt, die Tür geschlossen und die Drehmaschine für Teil 2 gestartet. Parallel zur Bearbeitung von Werkstück 2 wird das Werkstück 1 über eine Hilfsposition in der Palette gewendet und neu gegriffen. Ist am Werkstück 2 die Seite 1 bearbeitet, wird es vom Roboter entnommen und Werkstück 1 so eingelegt, dass Seite 2 bearbeitet werden kann. Der Ablauf wird wiederholt, bis alle Werkstücke beidseitig bearbeitet sind.
Obwohl auf der METAV die Palette zur Vereinfachung nur für 4 Werkstücke ausgelegt war, lief die Anlage ohne Bedienereingriff mehr als 15 Minuten. Ohne Automatisierung wäre ein Bedienereingriff durchschnittlich alle 2 Minuten nötig gewesen. Auch bei kleinen Losgrößen mit wiederkehrenden Werkstücktypen ergibt sich somit ein Rationalisierungspotential durch den Einsatz von Robotern.
Bild: Haas Automation



